Angesichts einer massiven Zunahme rechtsextremer Aufkleber im Innenstadtbereich appelliert das Bündnis Schwerte gegen Rechts dazu, wachsam zu bleiben und rechtsextreme Aufkleber zu melden. Gerade im Innenstadtbereich sind vermehrt rechtsextreme Sticker aufgetaucht.
An den Straßenlaternen in Schwerte tauchen seit Sommer vermehrt rechtsextreme Aufkleber auf. Waren die Zahlen zuvor nach einem Hoch in 2025 rückläufig gewesen, konnten Aktive des Bündnis Schwerte gegen Rechts seit Juni nahezu täglich neue Aufkleber im Innenstadtbereich entdecken. Die Aufkleber stammen aus den Online-Shops von Tommy Frenck, einem Thüringer Neonazi und Politiker der Partei ‚Die Heimat‘ (ehemals NPD). Tommy Frenck wurde bereits mehrfach verurteilt, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung.

Ziel hinter den Aufklebern ist es, rechtsextreme Ideale, wie Queerfeindlichkeit, Rassismus und Hass auf politisch Andersdenkende zu verbreiten. Ebenso sollen antifaschistisch engagierte Menschen eingeschüchtert werden. Der Stadtraum soll als ein rechter Ort markiert werden und demokratische Orte durch gezielte Stickerattacken, zum Beispiel auf Parteibüros und Ausstellungsräume des Bündnis Schwerte gegen Rechts, angegriffen und verdrängt werden. Insgesamt geht es darum, in einer Art „Raumkampf“ eine rechte Hegemonie zu schaffen.
Das Bündnis Schwerte gegen Rechts appelliert daher, wachsam zu sein und rechtsextreme Aufkleber zeitnah an die Eigentümer*innen zu melden. Auch das Bündnis Schwerte gegen Rechts nimmt solche Meldungen entgegen. „Bei dieser Anzahl von Aufklebern braucht es Unterstützung aus der Bevölkerung bei der Erfassung, dem Monitoring sowie der Entfernung. Wir raten jedoch ab, die Aufkleber von Hand abzukratzen, da sich darunter Rasierklingen verbergen können. Zudem besteht die Gefahr, dass das Entfernen selbst als Sachbeschädigung ausgelegt wird“, erklärt Moritz Wohlers, Mitglied des Bündnis Schwerte gegen Rechts. „Auch die Stadtverwaltung und die Stadtwerke sind dabei gefordert, Aufkleber und rechte Schmierereien zu entfernen und zu klären, wie Bürger*innen damit umgehen können. Ziel sollte dabei eine zeitnahe Entfernung sein, beispielsweise indem das Abkratzen mit entsprechendem Werkzeug oder ein Überkleben gestattet werden“, ergänzt Verena Kappmeyer vom Bündnis.

