Große Zustimmung: Bündnis Schwerte gegen Rechts sammelt 269 Unterschriften für AfD-Verbotsverfahren – 114.255  Unterschriften in NRW

Vertreter*innen von Schwerte gegen Rechts stehen vor einem Baum und zeigen mit Materialien der Kampagne das Ergebnis.

Innerhalb eines Netzwerks von 120 Organisationen und Bündnissen gegen Rechts in NRW, das am 08.02.2026 in Bochum als NRW APPELL AFD VERBOT JETZT startete, hat sich auch Schwerte gegen Rechts daran beteiligt, Unterschriften für ein AfD-Verbot zu sammeln. An drei Samstagen hat das Bündnis die Unterschrift von insgesamt 269 Menschen in der Schwerter Innenstadt eingeworben. Parallel zur Möglichkeit, eine Online-Petition zu unterstützen, konnte der Appell in 60 Orten auf Straßen und Plätzen in NRW mitgezeichnet werden. Dabei kamen knapp 36.500 Unterschriften zusammen.

Ziel des NRW-Appells: Die NRW-Landesregierung soll sich im Bundesrat gemäß Art. 21 Abs. 2 Grundgesetz für ein Verbotsverfahren gegen die AfD einsetzen. Man ist mit der Erwartung gestartet, bis Ende Juni 100.000 Unterschriften zu sammeln, die nun deutlich übertroffen wurde. Zu den Erstunterzeichnern gehörten unter anderem Dr. Mark Benecke (Kriminalbiologe), Hape Kerkeling (Buchautor und Schauspieler) oder Jacques Tilly (Bildhauer und Karnevalswagenbauer).

Übergabe der Petition am 18.06.2026 an den Ministerpräsidenten Hendrik Wüst

Am 18.06.2026 sollen die Unterschriften sowie die Liste der unterstützenden Gruppen im Rahmen einer Kundgebung in Düsseldorf an den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, übergeben werden.

„Wir sind von der großen Zustimmung überwältigt“, sagt Nele Blase, Sprecherin vom Bündnis Schwerte gegen Rechts. „269 Unterschriften in Schwerte – über 114.000 in NRW, das war erheblich mehr als wir uns erhofft hatten. Neben vielen guten Gesprächen über das Für und Wider eines Verbots kamen auch immer wieder Menschen an unseren Stand, die nach den ersten Worten nur noch fragten: Wo kann ich unterschreiben?“.

Die große Bereitschaft der Menschen in NRW, die Demokratie zu verteidigen und gegen die Angriffe der AfD auf die Menschenwürde, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Institutionen mit allen Mitteln – auch juristisch – vorzugehen, hat allen Beteiligten Mut gemacht, sich für ein Verbot der AfD einzusetzen.