Schwerte. [Blickwinkel, 10.11.2017] In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen – auch die in der Großen Marktstraße in Schwerte. Daran erinnerten die Schwerter Friedensinitiative, die katholische Friedensbewegung Pax Christi, die Oekumene-Arbeit und der Arbeitskreis „Gegen Rechts“am Donnerstag auf der traditionellen Mahn- und Gedenkfeier direkt am Denkmal. Zahlreiche Menschen hatten sich dort versammelt. Pfarrer Fritz-Günter Held unterstrich die Wichtigkeit, „braune Verbrecher durch Engagement und Transparenz in ihre Schranken zu weisen“. In einem Akt der Stille verlas Pfarrer Wawrzinek Namen deportierter und ermordeter Juden aus Schwerte. Die Ansprache hielt Tom Damm, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte. Das Grauen von damals dürfe nie wieder passieren, „deshalb dürfen wir uns der Vergegenwärtigung nicht entziehen“.

Im Anschluss an die Feier in der Großen Marktstraße sprach die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Meise im Gemeindezentrum St. Viktor ein Grußwort für die Stadt. Aktualisierte Spielszenen unter Leitung der Theaterpädagogin Gerlinde Heinrich machten die schreckliche Situation bedrängter Menschen erfahrbar. Kirchenmusikerin Wakako Yamanaga hatte die Mahn- und Gedenkfeier musikalisch gestaltet.